Bildquelle: Deutsche Wildtier Stiftung/Manfred Sattler
Vom Schädling zum Sorgenkind

Früher wurde der Feldhamster als Nahrungskonkurrent verfolgt. Heute ist er eines der am stärksten bedrohten Säugetiere Westeuropas.

Der Feldhamster wird heute teilweise einzeln eingefangen und sogar umgesiedelt, wenn er z. B. dem Bau von Möbelhäusern, Autobahnen oder Bahnstrecken im Weg ist. In Westeuropa ist die Situation in den letzten Jahrzehnten für den Feldhamster so bedrohlich geworden, dass er in einigen Ländern kurz vor dem Aussterben steht und nur durch Schutzprojekte überlebt. In Deutschland ist die Deutsche Wildtier Stiftung eine der wenigen Organisationen, die sich bundesweit großflächig mit der Art beschäftigt. Die letzten größeren Refugien des Feldhamsters sind Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Übrigens: Ausgewachsene Feldhamster können eine Größe von 35 Zentimeter erreichen und bis zu 500 Gramm wiegen. Ihre Unterseite ist schwarz, die Oberseite hellbraun bis grau. An Kopf und Schulter hat der Hamster weiße Flecken. Die Hamsterbacken sind die Einkaufstaschen des Hamsters. Sie sind extrem dehnbar und helfen ihm beim Anlegen von Vorräten. Mit ihnen kann er große Mengen Samen und Körner transportieren. Hier siehst du den kleinen Nager in Aktion >> 

Aufgepasst! Der Feldhamster ist ein Opfer der intensiven Landwirtschaft. Die Umstellung von Sommer- auf Wintergetreide und der Klimawandel sorgen für frühere Erntetermine. Dem Feldhamster fehlt so nach der Ernte die lebenswichtige Deckung für seine Vorbereitungen für den Winterschlaf.

Erfahre alles Wissenswerte zu Feldhamstern und wie die Deutsche Wildtier Stiftung die kleinen Nager schützt.